Fachgebiet Bildende Kunst, Gestalten und Darstellen

Programm

[Illustration: BAU KUNST ERFINDEN I – DIY WERKSTATT "MACH’S DIR SELBST"]

Projekt im WS 2010/11 und SS 2011
BAU KUNST ERFINDEN I – DIY WERKSTATT "MACH’S DIR SELBST"

Klussmann, Gwinner, Winzer

Projekttreffen Di. 14.00 - 18.00

 

MACH’S DIR SELBST

 

Mit Erfindergeist, vielen Fragen und leidenschaftlicher Hartnäckigkeit vertiefen wir das Projekt MACH’S DIR SELBST. Wir gehen von der Idee „DIY - Do It Yourself“ aus und bauen eigenhändig High-Tech-Low-Budget-Maschinen wie ein 3D-Scanner, ein 3D-Plotter, eine CNC-Fräse, ein Beamer, ein Mikrokopter, eine Solarzelle, um diese dann direkt in unseren Projekten anzuwenden. Die sich daraus ergebende Frage nach Ihrem Sinn und Eigensinn führt uns oft zur Weiterentwicklung und Erfindung neuer Apparate. Die generelle Frage nach dem adäquaten Umgang mit Produktionsmitteln stellt sich ebenso wie spezifische Fragen zur Technik. Wie lässt sich eine komplexe Idee mit einfachen Mitteln umsetzen? Wie fügt man die Teile zu einem funktionierenden Ganzen? Mechanisch? Elektronisch? Mit welchen Programmen können wir unsere Geräte ansteuern? Und nicht zuletzt: Welche Maschine willst Du bauen? Do-it-yourself-Strategien beruhen auf Forschergeist, fordern Selbstorganisation, Improvisation, Eigeninitiative und gehen von der Kraft des Einzelnen als Triebfeder für Entwicklung und Veränderung aus. Bist Du Teil des Problems oder Teil der Lösung? Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn ihr Erfahrungen im Modellbau habt und handwerklich interessiert seid. Wir werden bohren, löten, schrauben usw. Grundkenntnisse der Elektrotechnik sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung. Nach dem Ende des Projektes soll allen Studierenden die Nutzung der selbst gebauten Maschinen offen stehen.

 

Parallel zur inhaltlichen und technischen Weiterentwicklung der Apparate, wird im SS2011 ein Unternehmensplan für die DIY-Werkstatt erarbeitet, der die räumliche Situation, die Integration in die universitäre Struktur und die ökonomischen Basis optimiert. Durch Kooperationen und die Annahme von externen Aufträgen sollen Tutorenstellen geschaffen, die Öffnungszeiten erweitert und die Existenz der DIY-Werkstatt unabhängig von Fördergeldern gesichert werden. Zur Professionalisierung der Vorgehensweise wird gezielt KnowHow im Bereich Unternehmertum/ Entrepreneurship vermittelt.

 

[Illustration: HOW LOW CAN YOU GO?]

Seminar im WS 2010/11
HOW LOW CAN YOU GO?

Heike Klussmann, Florian Gwinner, Karen Winzer

 

Im Projektseminar HOW LOW CAN YOU GO? setzen wir uns mit der Idee des DIY – Do It Yourself auseinander, fragen nach der zugrundeliegenden Haltung und Motivation und den sich aus dem Selbermachen ergebenden Chancen und spezifischen Technologien / Vorgehensweisen/ Arbeitsweisen. Wir werden Do-it-yourself-Experten verschiedener Sparten einladen und nach Ihrem individuellen Interesse und ihren Erfahrungen befragen. Ausgehend von Eurem eigenen Interesse, nehmt ihr Kontakt zu Tüftlern, Bastlern, Spezialisten auf und stellt sie im Seminar vor. Die so gewonnenen Einblicke, Kenntnisse und Fertigkeiten können wiederum in die praktische Arbeit im Projekt einfließen. Kooperationen aufzubauen, bedeutet aufmerksam und zugewandt zu sein und auch die eigene Position aus einer anderen Perspektive betrachten und hinterfragen zu können. Zuhören ist ebenso wichtig wie Sprechen.

 

[Illustration: ZEICHNEN - As I am moving ahead occasionally]

Seminar im WS 2010/11
ZEICHNEN - As I am moving ahead occasionally

Kerstin Drechsel

Di. 8.00 - 9.30, erster Termin: 26.10.2011

 

Etwas sehen, etwas beobachten, etwas verstehen, etwas mittels Zeichnung erfassen. In diesem Seminar werden unterschiedliche Möglichkeiten von Handzeichnung vermittelt, geübt und aufgefrischt, u.a. Perspektive, Licht und Schatten, Flächen, Farben, in schnellen linearen Skizzen das Typische einer Situation festhalten. Inhaltlich wird es um einen Ort im Stadtraum gehen, der anhand von formalen Fragestellungen zeichnerisch untersucht wird. Im Verlauf des Semesters entsteht eine komplexe Bestandsaufnahme. Wo hört Stadt auf, wo fängt Landschaft an? Wie groß ist ein Mensch im Verhältnis zu der Straßenflucht vor der er steht? Welchen Raum nimmt derselbe Mensch auf meiner Zeichnung ein, wenn er in einer Straßenbahnhaltestelle wartet? Wie kann ich Großes klein und Kleines groß erscheinen lassen? Welche unterschiedlichen Gebäude bestimmen einen Platz? Welche Muster treffen innerhalb einer Gebäudefassade aufeinander? Welche Technik eignet sich für die Darstellung von unterschiedlichen Baumaterialien am besten? Wie kann ich Geschwindigkeit darstellen? Wie eine Baulücke? Wie die Frisur der Verkäuferin?Es sollen unterschiedliche Techniken des Zeichnens ausprobiert werden, wie u.a. Bleistift, Aquarell/ Wasserfarben, diverse Filzstifte. Da draußen „vor Ort“ gezeichnet wird, empfiehlt es sich, warme Kleidung anzuziehen und u.U. eine Sitzgelegenheit mitzubringen. Außerdem bitte denken an: Eine feste Zeichenunterlage für DinA4, Bleistifte, Radiergummi, Anspitzer, Aquarell- oder Tuschkasten (sofern vorhanden), Filzstifte.

 

[Illustration: WERT]

Künstlerische Grundlagen im WS 2010/11 und SS 2011
WERT

Klussmann, Gwinner, Winzer, Drechsel, Ziegler, Donner, Frankenstein

Mo. 10.00 - 13.30 und Di. 10.00 - 13.30

 

Schere, Stein, Papier, Arme, Beine, Kopf, Licht und Stift, sind nur einige der Materialien, die für die künstlerischen Grundlagen wesentlich sind. Sie werden vielfältige Versuche in unterschiedlichen künstlerischen Medien wie Fotografie, Zeichnung oder Plastik machen und dabei neue Arbeitsweisen kennenlernen. Wir wollen Ihre wache Wahrnehmung, Ihre Neugier und Furchtlosigkeit, um mit Ihnen (vermeintlich!?) alberne und ernste Versuche zu machen, zwei-, drei- und vierdimensional - mulitdimensional- zu arbeiten. Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe wird im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen mit gegenwärtiger Kunstpraxis vertraut gemacht. Eine gemeinsame Abschlussausstellung wird realisiert. WERT ist das übergeordnete Thema, das alle Module miteinander verbindet. Was bedeutet das Wort WERT - konkret und im übertragenen Sinn? Welche WERTvorstellungen haben Sie? Wie entstehen WERTE? Wie wird mit ihnen umgegangen? Wie lässt sich der SelbstWERT ermitteln? Mit Begriffen wie WERTfreiheit, wissensWERT, MehrWERT, WERTschätzung, WERTverlust aber auch Kredit, Belohnung, Ideal gilt es, sich nicht nur theoretisch zu befassen, sondern sie vor allem ganz praktisch zur Grundlage für eigene Arbeitspraxis zu machen. Dabei reichen die künstlerischen Methoden von den traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Film) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche). Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt, so dass sich in den unterschiedlichen Modulen persönliche Neigungen entfalten können. Die künstlerischen Grundlagen geben gleich zu Beginn des Studiums Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst.

 

 

[Illustration: Einführungskurse in das Fotolabor]

Workshop in jedem Semester
Einführungskurse in das Fotolabor

Donner

Henschelstr. 2 / Fotolabor Raum -1128

 

In Einführungskursen werden Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotolaborarbeit, von der Entwicklung eines Filmes bis zur Vergrößerung eines Bildes erklärt, geübt und ausprobiert sowie der Umgang mit den Geräten und Chemikalien besprochen. Alle, die einen Kurs besucht haben, sind berechtigt das Fotolabor individuell und eigenständig zu benutzen. Termine werden per Aushang bekannt gegeben. Anfragen bei Traudel K. Donner, Tel. 804 2364, mail: donner@uni-kassel.de

[Illustration: Fotografie digital und analog]

Workshop in jedem Semester
Fotografie digital und analog

Traudel Donner, Jürgen Frankenstein-Frambach

Kompaktwoche

 

Kaum ein anderes Medium ist zur Beobachtung und zum Verständnis der eigenen Wahrnehmung so geeignet wie die Fotografie. Das Entdecken zugrunde liegender Beurteilungskriterien und die Entschlüsselung von Symbolen führen zu einem verbesserten Verständnis der Bildsprache und deren kreativem Gebrauch. Digitale und analoge Fototechnik, Fotografiegeschichte, exemplarische Arbeiten bekannter Fotografen, Bildgestaltung, Bildinterpretation und praktische Übungen sind

Themen des Seminars. Die Arbeiten werden in einer Ausstellung präsentiert.

 

[Illustration: Typografie]

Workshop in jedem Semester
Typografie

Aebischer

 

Visualisieren heißt Standpunkt beziehen. Die zentrale Botschaft einer Forschungsarbeit, einer Planung, eines Entwurfs muss bildlich und typografisch inszeniert werden. Die darstellerischen Mittel dazu sind Planzeichnungen, Fotos, Diagramme, erklärende Kurztexte, Überschriften und Farben. Anhand von Beispielen aus aktuellen Zeitschriften und Katalogen analysieren wir unterschiedliche Darstellungsweisen. Die Auswahl der Bilder/Motive, Darstellungsgröße, Komposition, Farbgebung, Textmenge, Anordnung von Bild und Text, geeignete Schrift, etc. Danach wird mit dem Material eines eigenen Studienprojektes ein Layout mit dem Programm InDesign umgesetzt. Dafür ist es notwendig, Dateien mit eigenen Plänen, Bildern und Texten mitzubringen. Termine für ca. 5 Studierende jeweils Mittwoch 14–17 Uhr. Bei der Anmeldung bitte Thema angeben (Planung, Entwurf, Pflanzplan, Publikation, etc.) Anmelden mit eMail: aebischer@uni-kassel.de

Universität Kassel_ASL_Bildende Kunst
Prof. Heike Klussmann